Wohnungsinnen- und Eingangstüren
Auswahl und Ausführung: wir eröffnen Ihnen die Welt der Türen
Ob Sie Anregungen suchen oder konkrete Vorstellungen mitbringen: Hier stehen die Entscheidungen, die vor der Farbwahl kommen.
Von preiswert bis hochexklusiv bieten wir verschiedene Ausführungen und Oberflächen, dazu passende Drücker und modernes Zubehör – alles von deutschen Markenherstellern und inklusive fachgerechter Komplettmontage.
Die wichtigste Entscheidung bei einer Innentür fällt nicht bei der Oberfläche, sondern beim Türblattkern. Er bestimmt Gewicht, Stabilität, Schallschutz und den Klang beim Schließen. Darüber legen sich dann Deckschicht und Kante – und erst danach stellt sich die Frage nach Farbe, Maserung und Glas.
Gerade bei glatten Türen, die in unserer Ausstellung den Schwerpunkt bilden, kommt die Oberfläche besonders zur Geltung. Mit Farben und Holzmaserungen, mit klarem oder veredeltem Glas erzielen Sie ganz verschiedene Effekte – von gemütlich bis modern, von klassisch bis extravagant.
Dazu gehört die Zarge, die im Raum mehr Fläche zeigt als man denkt. Holzzarge, Stahlzarge oder wandbündige Ausführung verändern die Wirkung einer Tür erheblich. Wie sich das in der Praxis ansehen lässt, zeigen die Design- und Stiltüren und die Innentüren-Galerie.
Die Bauteile einer Innentür
- Türblattkern
- Röhrenspan ist leicht und wirtschaftlich, Röhrenspanplatteneinlage liegt dazwischen, Vollspan ist schwer, stabil und schalldämmender.
- Deckschicht
- CPL und HPL sind harzgetränkte Schichtstoffe und sehr abriebfest; Echtholzfurnier zeigt natürliche Maserung; Weißlack bietet die geschlossenste Fläche.
- Anschlagart
- Stumpf einschlagende Türen liegen flächig in der Zarge, gefälzte Türen greifen mit einer Stufe darüber.
- Zargen
- Holzzargen in Blockrahmen- oder Renovierungsausführung, Stahlzargen im Bestand sowie wandbündige Zargen ohne sichtbare Bekleidung.
- Beschläge
- Markendrücker in Edelstahl, verchromt, schwarz oder messingfarben; sichtbare oder verdeckt liegende Bänder.
- Maße
- Standardbreiten von 61 bis 98,5 Zentimetern bei 198,5 Zentimetern Höhe, darüber hinaus Maßanfertigung und raumhohe Türen.
Für Wohnungseingangstüren gelten zusätzliche Anforderungen – siehe Sicherheit, Schallschutz und Klima.
Laminat, Holz, Lack und Glas: Sie haben die Wahl
CPL ist die am häufigsten gewählte Oberfläche, weil sie das beste Verhältnis aus Preis, Abriebfestigkeit und Optik bietet. Sie verträgt Reinigungsmittel, Kinderwagen und Staubsauger, ohne gleich Spuren zu zeigen. HPL ist noch dicker und härter und kommt vor allem in Objekten und an stark beanspruchten Türen zum Einsatz.
Echtholzfurnier ist die Oberfläche mit dem größten Charakter: Jede Tür wird ein Einzelstück, Maserungen lassen sich über mehrere Türblätter durchlaufen lassen. Dafür arbeitet Holz, reagiert auf Licht und verändert über Jahre seinen Ton. Lack – vor allem Weißlack – gibt die glatteste, ruhigste Fläche, zeigt aber Stöße deutlicher und lässt sich dafür gut ausbessern.
Glas in der Zimmertür
- Lichtausschnitt: schmales oder großes Feld im Türblatt, meist in Mattglas
- Lichtband: senkrechter Streifen, bringt Licht ohne vollen Durchblick
- Ganzglasfüllung: maximaler Lichteintrag, Türblatt wird deutlich schwerer
- Satinato oder Mattglas: Licht ja, Konturen nein
- Klarglas: nur sinnvoll, wo der Durchblick gewünscht ist

Türblattkerne im Vergleich
| Kern | Eigenschaften | Geeignet für |
|---|---|---|
| Röhrenspankern | leicht, wirtschaftlich, klingt beim Schließen hohler | Zimmertüren in Nebenräumen, Mietobjekte, Türen ohne Schallanspruch |
| Röhrenspanplatteneinlage | etwas schwerer und stabiler, bessere Formhaltigkeit als reines Röhrenspan | Standard-Zimmertüren im Eigenheim |
| Vollspankern | schwer, stabil, deutlich besserer Schallschutz, satter Klang | Schlafzimmer, Arbeitszimmer, Bäder, Türen mit Schallanforderung |
| Spezialkern mit Einlagen | Verstärkungen für Beschläge, Stahleinlagen, höhere Klimastabilität | Wohnungseingangstüren, Türen mit großem Klimaunterschied |
Schalldämmmaße gelten immer für das geprüfte Element aus Türblatt, Zarge und Dichtung – ein schwerer Kern allein genügt nicht.

Eine Tür, zwei Oberflächen – und die Zarge dazu
Speziell bei Wohnungseingangstüren bieten wir die Möglichkeit, Innen- und Außenseite unterschiedlich zu gestalten. So bewahren Sie das einheitliche Bild im Treppenhaus und müssen zur Wohnung hin keine optischen Kompromisse eingehen. Bedingung ist ein Türaufbau, der mit dem Spannungsunterschied zwischen zwei verschiedenen Deckschichten umgehen kann.
Bei der Zarge entscheiden Sie zwischen drei Wegen. Die Holzzarge ist der Standard und als Renovierungszarge über eine alte Zarge setzbar. Die Stahlzarge steckt im Bestand oft schon in der Wand und kann dort bleiben – sie lässt sich verkleiden oder überbauen. Die wandbündige Zarge verschwindet in der Wandfläche, sodass nur noch das Türblatt sichtbar bleibt; sie braucht allerdings Vorbereitung im Trockenbau oder Putz und ist deshalb vor allem im Neubau und bei größeren Renovierungen ein Thema.
Türblätter nebeneinander vergleichen
Röhrenspan und Vollspan unterscheiden sich im Gewicht so deutlich, dass man es beim Anheben sofort merkt – und im Klang beim Schließen noch mehr. In der Ausstellung hängen beide Varianten zum Vergleich.
Häufige Fragen zu Auswahl und Ausführung von Innentüren
CPL ist ein harzgetränkter Schichtstoff mit aufgedrucktem Dekor, der sehr gleichmäßig aussieht und ausgesprochen widerstandsfähig gegen Abrieb und Reinigungsmittel ist. Echtholzfurnier ist eine dünne Lage echtes Holz mit natürlicher, von Tür zu Tür unterschiedlicher Maserung.
Praktisch heißt das: CPL ist die pflegeleichtere Wahl für den Alltag mit Kindern und Hunden, Furnier die hochwertigere Oberfläche mit mehr Charakter, die aber Licht und Beanspruchung sichtbarer annimmt.
Masse dämmt – deshalb ist ein Vollspankern einem Röhrenspankern deutlich überlegen. Entscheidend ist aber das Zusammenspiel: Ohne umlaufende Dichtung in der Zarge und ohne Lösung für den Spalt unter dem Türblatt verliert auch die schwerste Tür ihre Wirkung. Wer Ruhe im Schlafzimmer will, braucht Türblatt, Zarge und Dichtung als abgestimmtes Paket.
Meist ja, und das spart erheblichen Aufwand. Stahlzargen sind in Wänden einbetoniert oder verschraubt; sie herauszunehmen bedeutet Stemmarbeit und Putzschaden. Stattdessen verkleiden wir sie oder setzen ein Profil ein, das die neue Tür aufnimmt. Voraussetzung ist, dass die Zarge nicht verrostet oder verzogen ist.
Je Seite üblicherweise wenige Millimeter bis etwa einen Zentimeter, abhängig vom System und vom Zustand der alten Zarge. Bei schmalen Türen kann das relevant werden, etwa wenn ein Rollator oder eine Waschmaschine durch die Öffnung muss. Wir rechnen das beim Aufmaß aus und sagen Ihnen das tatsächliche Durchgangsmaß.
Technisch passen Markendrücker auf nahezu jede Tür, solange Dornmaß und Vierkant stimmen. Gestalterisch gilt: Eine ruhige, flächige Tür verträgt einen markanten Drücker, eine profilierte Stiltür wirkt mit einem zurückhaltenden Modell besser. Schwarze und messingfarbene Beschläge setzen starke Akzente – wir empfehlen, sie vorher an der eigenen Türfarbe zu halten.
Ja, und im Altbau sind sie eher Regel als Ausnahme. Breiten und Höhen werden nach Aufmaß gefertigt, ebenso raumhohe Türen und Elemente mit Oberlicht. Bei sehr großen Türblättern achten wir besonders auf Kern und Bandzahl, damit sich das Blatt nicht mit der Zeit verzieht.
Ihre Ansprechpartner für Fenster und Türen
Alle drei kommen zum Aufmaß zu Ihnen nach Hause. Wählen Sie den Ansprechpartner, dessen Gebiet Ihrem Wohnort am nächsten liegt.
Stefan Weber
Metallbaumeister, Geschäftsführer, Verkauf und Technik
Köln-Mitte und West, Erftstadt, Kerpen, Bergheim, Hürth, Voreifel
Jörg Kreckel
Tischlermeister, Verkauf und Technik
Köln-Mitte, Nord und West, Leverkusen, Dormagen
Stephan Zingsheim
Verkauf und Technik
Köln-Mitte, Nord und West, Dormagen
Sie wissen nicht, wer zuständig ist? Rufen Sie die Zentrale an: 0221 / 95 64 08-18 (Fenster, Türen, Markisen, Rollläden und Jalousien) – oder nutzen Sie das Anfrageformular.




