Mathias-Brüggen-Straße 77, 50829 Köln-Ossendorf Mo–Do 10–18 Uhr · Fr 10–16 Uhr · Sa 10–13 Uhr (nach Termin) 0221 / 95 64 08-18 info@kuntze.koeln

Haus- und Sicherheitstüren

Sicherheit an der Haustür: Technik, die Zeit kostet

Mit individuellen Paketen zum größtmöglichen Schutz: Verriegelung, Bänder, Zylinder und Glas müssen als Gesamtelement zusammenpassen.

Unabhängig vom Wohngebiet kommt dem Einbruchschutz eine immer größere Bedeutung zu. Viele Hausbesitzer wünschen sich heute ein Höchstmaß an Sicherheit und wollen ihre Haustür entsprechend ausstatten.

Dahinter steht ein einfaches Prinzip: Die meisten Einbruchversuche werden abgebrochen, wenn sie zu lange dauern oder zu viel Lärm machen. Sicherheitstechnik kauft also Zeit. Eine Tür, die mehrfach in den Rahmen greift, deren Bänder nicht ausgehebelt werden können und deren Zylinder sich nicht ziehen lässt, ist für einen Gelegenheitstäter nicht mehr attraktiv.

Die Bandbreite an Möglichkeiten reicht von verschiedenen Arten der Mehrfachverriegelung bis zu einem stabilen, umlaufenden Stahlkern für Holzhaustüren, in dem die Bänder fest verschraubt sind. Eine durchgehende Schließleiste und ein hochwertiger Profilzylinder mit Aufbohrschutz und Sicherungskarte nach DIN 18254 Klasse 3 ergänzen das Paket sinnvoll.

Je nach Bedarf lässt sich die Haustür zusätzlich mit Türspion und Türspaltsicherung ausstatten. Möglich sind ebenso Automatikschlösser, auf Wunsch kombiniert mit Handsender oder Fingerscanner. Spezielle Automatikschlösser sorgen dafür, dass die Tür beim Zuziehen selbsttätig mehrfach verriegelt – das schließt die häufigste Lücke im Alltag, nämlich die nur ins Schloss gezogene Tür.

Einbruchschutz an der Haustür – kurz erklärt

Widerstandsklassen
DIN EN 1627 definiert die Klassen RC1 bis RC6. Für Wohnhäuser sind RC2 und RC3 die praxisrelevanten Stufen – geprüft wird immer das komplette Element inklusive Befestigung.
Verriegelung
Mehrfachverriegelungen greifen an mehreren Punkten in die Schließleiste, meist mit Bolzen oder Schwenkhaken zusätzlich zur Falle.
Bandseite
Ohne Sicherung der Bandseite bleibt die Scharnierseite die Schwachstelle. Hintergreifhaken oder Sicherungsstifte verhindern das Aushebeln.
Zylinder
Ein Profilzylinder mit Aufbohr- und Ziehschutz sowie Sicherungskarte – etwa nach DIN 18254 Klasse 3 – verhindert die typischen Angriffe auf das Schloss.
Glas
Verglaste Türen brauchen Verbundsicherheitsglas, bei dem eine Folie die Scheiben zusammenhält.
Nachrüstung
Vorhandene Türen lassen sich häufig mit Schutzbeschlag, besserem Zylinder, Zusatzschloss und Bandsicherung aufwerten.

Kuntze stattet Haustüren mit geprüfter Sicherheitstechnik aus; welche Klasse erreichbar ist, hängt vom gewählten System und der Einbausituation ab.

Die vier Angriffspunkte – und was dagegen hilft

Fast alle Einbruchversuche an Haustüren setzen an einer von vier Stellen an. Am Schloss, das aufgebohrt oder dessen Zylinder gezogen wird. Am Schließblech, das herausgehebelt wird, wenn es nur mit kurzen Schrauben im Rahmen sitzt. An der Bandseite, wo der Flügel ausgehoben wird. Und am Glas, wenn eine Scheibe eingeschlagen und von innen entriegelt werden kann.

Dagegen steht jeweils eine konkrete Maßnahme: ein Zylinder mit Zieh- und Aufbohrschutz samt Sicherungskarte; eine durchgehende Schließleiste, die tief im Mauerwerk verankert ist; Hintergreifhaken oder Sicherungsstifte auf der Bandseite; Verbundsicherheitsglas und ein von innen nicht ohne Schlüssel bedienbarer Knauf. Erst zusammen ergeben diese Punkte ein Element, das eine Widerstandsklasse erreicht.

Warum die Klasse am Gesamtelement hängt

Eine RC2-Prüfung gilt für eine bestimmte Kombination aus Türblatt, Rahmen, Beschlag, Glas und Befestigungsart. Wird eine Komponente getauscht oder die Tür anders befestigt als vorgesehen, gilt die Prüfung nicht mehr. Deshalb montieren wir solche Elemente nach Herstellervorgabe und dokumentieren die Befestigung.

Mehrfachverriegelung im geöffneten Türflügel
Fingerabdruckscanner neben einem Haustürgriff

Komfort und Sicherheit: Automatikschloss, Code, Fingerprint

Die größte Alltagslücke ist die zugezogene, aber nicht abgeschlossene Tür: Sie hält nur über die Falle und ist in Sekunden aufgehebelt. Ein Automatikschloss löst das, indem es beim Zuziehen selbsttätig verriegelt. Ein Motorschloss geht einen Schritt weiter und bewegt die Verriegelung elektrisch – erst damit lassen sich Fingerprint, Codetastatur, Handsender oder eine Videosprechanlage sinnvoll kombinieren.

  • Automatikschloss: verriegelt beim Zuziehen mehrfach, ohne Schlüsseldrehung
  • Motorschloss: elektrische Ver- und Entriegelung, Grundlage für alle Leser
  • Fingerprint: öffnet ohne Schlüssel, geeignet für mehrere Nutzer
  • Codetastatur: sinnvoll, wenn wechselnde Personen Zugang brauchen
  • Türspion oder Videosprechanlage: sehen, wer vor der Tür steht
  • Türspaltsicherung: Gespräch bei verriegelter Tür möglich

Zwei Punkte sind wichtig: Für jede elektronische Öffnung braucht es eine Stromzuleitung zum Element, die bei der Planung berücksichtigt werden muss. Und der mechanische Zylinder bleibt als Rückfallebene erhalten, damit ein Stromausfall nicht zum Problem wird.

Vorhandene Haustür nachrüsten oder ersetzen?

Wir sehen uns Ihre Tür an und sagen Ihnen, was sich mit Schutzbeschlag, Zylinder, Zusatzschloss und Bandsicherung erreichen lässt – und ab wann ein geprüftes Element die bessere Investition ist.

Häufige Fragen zur Sicherheit der Haustür

Ihre Ansprechpartner für Fenster und Türen

Alle drei kommen zum Aufmaß zu Ihnen nach Hause. Wählen Sie den Ansprechpartner, dessen Gebiet Ihrem Wohnort am nächsten liegt.

Sie wissen nicht, wer zuständig ist? Rufen Sie die Zentrale an: 0221 / 95 64 08-18 (Fenster, Türen, Markisen, Rollläden und Jalousien) – oder nutzen Sie das Anfrageformular.

Anrufen Termin