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Markisentypen

Kassetten-Markisen – alles verschwindet im Gehäuse

Geschlossenes Gehäuse, trockene Aufbewahrung, schlanke Linie an der Fassade: die Bauform für Wände ohne jeden Wetterschutz.

Kassetten-Markisen nehmen Tuch und komplette Armmechanik im eingefahrenen Zustand in einem geschlossenen Gehäuse auf. Von der Markise bleibt dann nur eine ruhige Linie an der Wand zu sehen.

Das ist mehr als eine Optikfrage. Was Markisen altern lässt, ist nicht die Sonne während der Nutzung, sondern Feuchtigkeit, Blütenstaub und Laub in den Monaten, in denen die Anlage eingefahren steht. Ein Gehäuse, das oben und unten dicht schließt, nimmt diesen Belastungen die Grundlage.

Entscheidend ist dabei, wie das Wasser aus der Kassette wieder herauskommt. In der Ausfallblende liegt eine integrierte Regenrinne mit Seitenablauf, die das Wasser beim Einfahren des Tuches gezielt abführt. Was später vom aufgewickelten Tuch nachtropft, verlässt das Gehäuse durch kleine Öffnungen an der Unterseite. Ohne diese beiden Details wäre ein geschlossenes Gehäuse kein Vorteil, sondern eine Wasserfalle.

Welche Breiten und Ausfälle an Ihrer Fassade möglich sind, hängt vom System und vom Mauerwerk ab. Einen Überblick über alle Bauformen finden Sie auf der Seite Markisen; für den direkten Vergleich lohnt der Blick auf die offene Bauform.

Kassetten-Markisen kurz erklärt

Was im Gehäuse liegt
Bei einer Kassetten-Markise sind im eingefahrenen Zustand Tuch, Tuchwelle, Gelenkarme und Antrieb vollständig umschlossen.
Entwässerung
Eine Regenrinne mit Seitenablauf in der Ausfallblende führt Wasser beim Einfahren ab; Öffnungen an der Gehäuseunterseite lassen Resttropfen heraus.
Geeigneter Ort
Kuntze setzt Kassetten-Markisen vor allem an freie, voll bewitterte Wände ohne Dachüberstand.
Licht
Je nach Modell sind dimmbare Leuchten oder Spots im Gehäuse oder in den Armen integrierbar.
Volant
Ein absenkbarer Volant ist bei vielen Kassetten-Modellen möglich und liegt eingefahren geschützt im Gehäuse.
Antrieb
Kassetten-Markisen werden in der Regel motorisch betrieben, weil eine Kurbel durch das geschlossene Gehäuse geführt werden müsste.

Warum die trockene Aufbewahrung so viel ausmacht

Ein Acryltuch verträgt Nässe ohne Schaden – solange es wieder trocknen kann. Problematisch wird es, wenn ein feuchtes Tuch über Wochen aufgewickelt bleibt: Dann bilden sich Stockflecken, die sich nicht mehr auswaschen lassen, und die Imprägnierung baut sich an den Kontaktstellen schneller ab.

Genau darauf zielt die Konstruktion einer Vollkassette. Die Ausfallblende legt sich beim Einfahren gegen das Gehäuse und schließt die Öffnung; Dichtlippen halten Schlagregen ab, ohne das Tuch zu quetschen. Gleichzeitig bleibt das Gehäuse belüftet, damit Restfeuchte entweichen kann.

Geschlossene Kassetten-Markise an einer verputzten Fassade
Kassetten-Markise mit integrierter Beleuchtung über einer Sitzgruppe

Licht, Volant und Steuerung im Gehäuse

Weil eine Kassette ohnehin Bauraum mitbringt, lässt sich dort Technik unterbringen, die bei offenen Anlagen frei montiert werden müsste. Je nach Modell kombinieren wir dimmbare Leuchtbänder, einzelne Spots in den Gelenkarmen und einen absenkbaren Volant, der eingefahren mit im Gehäuse liegt und deshalb nicht ausbleicht.

  • Dimmbare LED-Leuchten im Gehäuse oder in den Armen
  • Absenkbarer Volant gegen flache Abendsonne
  • Funkempfänger und Sensorik im Gehäuse verbaut
  • Senkrechtbeschattung als zusätzliches Element am Ausfallprofil

Welche Kombination ein System zulässt, unterscheidet sich von Hersteller zu Hersteller. In unserer Ausstellung können Sie die Varianten im Betrieb sehen – besonders die Lichtwirkung lässt sich im Katalog kaum beurteilen. Mehr zur Technik steht unter Ausstattung und Zubehör.

Kassette im Betrieb erleben

Der Unterschied zwischen den Systemen zeigt sich beim Ein- und Ausfahren: Laufruhe, Tuchspannung, Schließbild der Blende. Vereinbaren Sie einen Termin in unserer Ausstellung und sehen Sie es selbst.

Häufige Fragen zu Kassetten-Markisen

Ihre Ansprechpartner für Markisen

Beratung, Aufmaß und Angebot – wählen Sie den Ansprechpartner, dessen Gebiet Ihrem Wohnort am nächsten liegt.

Sie wissen nicht, wer zuständig ist? Rufen Sie die Zentrale an: 0221 / 95 64 08-18 (Fenster, Türen, Markisen, Rollläden und Jalousien) – oder nutzen Sie das Anfrageformular.

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