Markisentypen
Halbkassetten-Markisen – der Mittelweg, der meistens aufgeht
Das Tuch liegt im Trockenen, die Gelenkarme bleiben sichtbar: die Bauform für Wände, die etwas, aber nicht alles abbekommen.
Halbkassetten-Markisen schützen das Tuch in einem nach unten offenen Gehäuse, während die Gelenkarme frei unterhalb der Tuchwelle liegen.
Nicht jeder Montageort verlangt den vollständigen Rundumschutz einer Vollkassette. An einer Wand mit etwas Dachüberstand, in einer Hofsituation oder unter einem Vorsprung bekommt die Mechanik nur gelegentlich Nässe ab – das Tuch dagegen würde dauerhaft leiden. Genau diese Aufteilung bildet die Halbkassette ab.
Gegenüber einer offenen Anlage mit nachträglich aufgesetztem Schutzdach wirkt sie deutlich kompakter, weil Gehäuse und Welle eine Einheit bilden statt zwei getrennte Bauteile. Gegenüber der Vollkassette sparen Sie bei den Anschaffungskosten und bekommen eine flacher bauende Anlage, die über Fensterstürzen auch dort noch Platz findet, wo eine Kassette zu hoch wäre.
Wie groß der Unterschied im Alltag ausfällt, hängt stark von der Himmelsrichtung und der Nachbarbebauung ab. Wir sehen uns die Situation beim Aufmaß an und vergleichen sie mit der Vollkassette, bevor Sie sich entscheiden.
Halbkassette auf den Punkt
- Aufbau
- Bei einer Halbkassetten-Markise umschließt das Gehäuse die Tuchwelle, die Gelenkarme liegen frei darunter.
- Ausfallprofil
- Bei einigen Modellen verdeckt das Ausfallprofil im eingefahrenen Zustand die Gelenkarme und die Mechanik.
- Volant
- Weil das Ausfallprofil die Mechanik abdeckt, kann der absenkbare Volant verdeckt liegen und ist der Witterung nicht ausgesetzt.
- Beleuchtung
- Für mehrere Modelle gibt es integrierte Halogenleuchten als Option.
- Reinigungsbürste
- Das Schutzdach lässt sich mit einer Bürste ausstatten, die groben Schmutz vom Tuch streift, wenn die Markise einfährt.
- Neigung
- Bei einigen Modellen folgt das Schutzdach der eingestellten Markisenneigung, sodass die Abdeckung in jeder Lage passt.
Welche dieser Optionen ein System mitbringt, zeigen wir Ihnen an den Mustern in der Ausstellung.
Was das Ausfallprofil mitübernimmt
Bei einfachen Halbkassetten liegt das aufgewickelte Tuch geschützt, die Arme ragen aber sichtbar nach unten heraus. Bessere Systeme lösen das eleganter: Das Ausfallprofil ist so geformt, dass es sich beim Einfahren vor die Gelenkarme legt und die Mechanik verdeckt. Von vorn sieht die Anlage dann fast wie eine Vollkassette aus.
Der praktische Gewinn ist größer als der optische. Weil die Arme hinter dem Profil liegen, braucht es keinen separaten Tuch-Volant mehr, der dauerhaft draußen hängt und als erstes Bauteil ausbleicht. Der Volant kann stattdessen verdeckt eingebaut werden und fährt nur dann herunter, wenn Sie ihn brauchen.


Für welche Fassaden die Bauform taugt
Als Faustregel gilt: Je weniger die Wand abbekommt, desto eher reicht die Halbkassette. Gut geeignet sind Lagen, in denen das Haus selbst oder die Nachbarbebauung den Hauptregen abhält – etwa Innenhöfe, Rücksprünge in der Fassade oder Nordwestseiten mit Baumbestand davor.
Weniger geeignet sind exponierte Giebelwände und obere Geschosse ohne jede Verschattung. Dort steht die Mechanik ganzjährig im Wetter, und die wenigen Zentimeter Bauhöhe, die Sie gegenüber einer Vollkassette sparen, zahlen Sie über die Jahre in Reparaturen zurück.
- Innenhöfe und Rücksprünge – Halbkassette meist ausreichend
- Wände mit geringem Dachüberstand – Halbkassette als sinnvoller Kompromiss
- Freie Giebelwände und Obergeschosse – eher Vollkassette
- Vollständig überdachte Plätze – offene Bauform genügt
Welche Einschätzung für Ihr Haus gilt, lässt sich am besten vor Ort klären. Nutzen Sie dafür unser Aufmaß und die Beratung – das ist kostenfrei und unverbindlich.
Vollkassette oder Halbkassette?
Diese Frage lässt sich nicht am Schreibtisch beantworten. Wir sehen uns die Wand, den Überstand und die Hauptwindrichtung an und empfehlen die Bauform, die an Ihrem Haus wirtschaftlich ist.
Häufige Fragen zu Halbkassetten-Markisen
Das aufgewickelte Tuch liegt in einem nach unten offenen Gehäuse und ist damit vor Regen von oben, Laub und Vogelschmutz geschützt. Was von unten herangetrieben wird – etwa Schlagregen bei starkem Wind – erreicht es weiterhin. Für die meisten Montageorte in Köln ist dieser Schutzgrad ausreichend.
Gelenkarme bestehen aus Aluminiumprofilen mit Edelstahlgelenken, die Feuchtigkeit vertragen. Problematisch ist nicht Nässe, sondern die Kombination aus Staub und Schmierfett in den Gelenken. Eine Sichtprüfung alle zwei Jahre genügt in der Regel, um Spiel und Laufverhalten früh zu erkennen.
Sie sitzt an der Vorderkante und streicht über das Tuch, während es einläuft. Groben Schmutz, Pollen und trockene Blätter nimmt sie dabei ab, sodass weniger davon mit aufgewickelt wird. Ersetzt wird die gelegentliche Reinigung damit nicht, aber sie wird seltener nötig.
Im Betrieb kaum, aber das Gehäuse dämpft das Flattern des aufgewickelten Tuchs bei Wind hörbar. Wer unter einem Schlafzimmerfenster montiert, nimmt das wahr. Das Laufgeräusch des Motors hängt dagegen vom Antrieb ab, nicht von der Bauform.
Das richtet sich nach System und Ausfall; große Anlagen arbeiten mit drei oder vier Gelenkarmen und einer verstärkten Welle. Grenzen setzt meist nicht die Markise, sondern die Befestigung. Deshalb prüfen unsere Monteure das Mauerwerk, bevor eine Breite zugesagt wird.
Ihre Ansprechpartner für Markisen
Beratung, Aufmaß und Angebot – wählen Sie den Ansprechpartner, dessen Gebiet Ihrem Wohnort am nächsten liegt.
Stefan Weber
Metallbaumeister, Geschäftsführer, Verkauf und Technik
Köln-Mitte und West, Erftstadt, Kerpen, Bergheim, Hürth, Voreifel
Jörg Kreckel
Tischlermeister, Verkauf und Technik
Köln-Mitte, Nord und West, Leverkusen, Dormagen
Stephan Zingsheim
Verkauf und Technik
Köln-Mitte, Nord und West, Dormagen
Ralf Kranzusch
Geschäftsführer, Verkauf und Technik
Köln und gesamtes Umland in NRW
Jan Elkemann-Reusch
Verkauf und Technik
Köln und gesamtes Umland in NRW
Sie wissen nicht, wer zuständig ist? Rufen Sie die Zentrale an: 0221 / 95 64 08-18 (Fenster, Türen, Markisen, Rollläden und Jalousien) – oder nutzen Sie das Anfrageformular.



