Fenster
Holzfenster: der Werkstoff mit dem besten Raumklima
Holzfenster und Holz-Aluminium-Fenster aus drei- bis vierfach verleimten Kanteln, in sechs Holzarten und mit Oberflächen, die sich später auffrischen lassen.
Holzfenster sind der einzige Fenstertyp, dessen Rahmen man gern anfasst: Die Oberfläche fühlt sich nie kalt an, und das Material nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie wieder ab.
Als natürlicher Werkstoff bringt Holz Eigenschaften mit, die sich technisch schwer nachbauen lassen. Es leitet Wärme schlecht und dämmt deshalb von sich aus gut, es wirkt ausgleichend auf das Raumklima, und es lässt sich farblich frei gestalten – lasiert, damit die Struktur sichtbar bleibt, oder deckend lackiert in nahezu jedem Ton. Die Ökobilanz ist günstig, weil der Rohstoff nachwächst.
Qualität entsteht beim Holzfenster vor der Montage. Unsere Profile werden aus drei- bis vierfach verleimten Kanteln gefertigt, damit sie formstabil bleiben und sich nicht verziehen. Die empfindlichen Eckverbindungen im Rahmen werden bereits vor der Verleimung imprägniert – genau dort, wo Feuchtigkeit später zuerst eindringen würde. Alle verwendeten Hölzer stammen aus nachhaltiger Bewirtschaftung und unterliegen laufenden Qualitätskontrollen.
Welche Holzart passt, ist mehr als Geschmackssache: Rohdichte, Härte und Dauerhaftigkeit entscheiden darüber, wie das Fenster mit Bewitterung, Beanspruchung und Anforderungen an die Einbruchhemmung umgeht.
Holzfenster kurz erklärt
- Systeme
- Kuntze liefert reine Holzfenster und Holz-Aluminium-Fenster, bei denen eine Aluminiumschale die Außenseite dauerhaft abdeckt.
- Holzarten
- Zur Wahl stehen Kiefer, Lärche, Meranti, Mahagoni, Globulus und Eiche – jede mit eigenem Farbbild, eigener Härte und eigener Dauerhaftigkeit.
- Profilaufbau
- Die Kanteln sind drei- bis vierfach verleimt, die Eckbereiche werden vor dem Verleimen imprägniert.
- Oberfläche
- Lasierend für sichtbare Holzstruktur oder deckend lackiert. Ein Farbwechsel ist später möglich, ohne das Fenster zu tauschen.
- Pflege
- Die Oberfläche wird regelmäßig geprüft und nach Jahren aufgefrischt – auf der Wetterseite häufiger als auf geschützten Seiten.
- Einsatz
- Besonders im Altbau, bei denkmalgeschützten Gebäuden und überall, wo Haptik und Raumklima den Ausschlag geben.
Die Holzarten im Vergleich
| Holzart | Eigenschaften | Besonders geeignet für |
|---|---|---|
| Kiefer (Bemadur) | Besonders hart, formstabil und dauerhaft, in der Dauerhaftigkeit mit Teakholz vergleichbar; typische Kiefernoptik und -haptik, ausdrucksvolles Farb- und Strukturbild, unempfindlich gegen Beschädigungen. | Wohnhäuser mit sichtbarer Holzstruktur und stark genutzte Fenster. |
| Lärche | Dauerhaftes Nadelholz mit harter Oberfläche und deutlicher Zeichnung. | Bewitterte Fassaden und lasierte Oberflächen. |
| Meranti | Hohe Rohdichte, einheitlich rot-braune Färbung, ebenmäßig in der Beschaffenheit. | Deckende Lackierungen und große Rahmenformate. |
| Mahagoni | Feines Porenbild, sehr gute Festigkeitseigenschaften, einzigartiges Tiefrot. | Repräsentative Fenster und hochwertige Innenansichten. |
| Globulus | Extrem hohe Rohdichte und sehr gute Dauerhaftigkeit. | Einbruchhemmende Fenster, weil der Beschlag besonders festen Halt findet. |
| Eiche | Gute Festigkeitseigenschaften, hohe Dauerhaftigkeit, leicht rustikale Ausstrahlung. | Altbau, Denkmalschutz und Fenster mit traditionellem Erscheinungsbild. |
Alle Hölzer kommen aus nachhaltiger Bewirtschaftung. Welche Art im konkreten Fall sinnvoll ist, hängt von Bewitterung, Format und gewünschter Oberfläche ab.
Holzfenster oder Holz-Aluminium-Fenster?
Beim reinen Holzfenster ist die Außenseite die Seite, die Arbeit macht. Sonne, Regen und Frost greifen die Oberfläche an, und je nach Ausrichtung ist nach einigen Jahren eine Auffrischung fällig. Das ist kein Mangel, sondern die Eigenschaft eines natürlichen Werkstoffs – und der Grund, warum Holzfenster sich reparieren lassen, während andere Materialien im Schadensfall getauscht werden.
Beim Holz-Aluminium-Fenster sitzt vor dem Holzrahmen eine Aluminiumschale. Sie nimmt die Bewitterung auf, lässt sich in nahezu jeder Farbe und Oberflächenstruktur ausführen und macht den Außenanstrich dauerhaft überflüssig. Innen bleibt das Holz sichtbar, mit allen Vorteilen für Haptik und Raumklima. Diese Bauweise ist die aufwendigere und damit teurere, rechnet sich aber auf freibewitterten Wetterseiten.
- Reines Holz: günstiger, reparabel, Farbwechsel jederzeit möglich
- Holz-Aluminium: außen wartungsarm, innen Holz, zwei getrennte Farbwelten
- Beide Varianten mit gleichem Dämmniveau im Rahmenkern
- Mischung im Haus möglich – Holz-Alu zur Wetterseite, Holz nach innen liegend
Welche Variante bei Ihnen sinnvoll ist, entscheidet sich an der Fassade. Wir sehen uns beim Aufmaß an, wie stark die einzelnen Seiten bewittert sind, und sagen offen, wenn die teurere Lösung keinen Vorteil bringt.

Worauf wir bei Holzfenstern achten
Holz aus nachhaltiger Bewirtschaftung
Herkunft und Qualität der Hölzer sind nachvollziehbar und werden laufend kontrolliert.
Formstabile Profile
Drei- bis vierfach verleimte Kanteln halten den Rahmen auch bei großen Formaten gerade.
Geschützte Eckverbindungen
Imprägnierung vor der Verleimung schützt genau die Stellen, an denen Feuchtigkeit zuerst angreift.
Dämmung über die Bautiefe
Holz leitet Wärme schlecht; mit größerer Bautiefe steigt der Rahmenwert deutlich.
Reparierbar statt ersetzbar
Oberflächenschäden und Beschläge lassen sich instand setzen, ohne das Fenster zu tauschen.
Eigene Tischler im Haus
Aufmaß, Einbau und spätere Nacharbeit übernehmen Tischler aus unserem Betrieb.
Häufige Fragen zu Holzfenstern
Das hängt fast vollständig von der Ausrichtung ab. Fenster auf der Wetterseite – in Köln typischerweise Süd und West – brauchen deutlich früher Zuwendung als geschützt liegende Nordfenster. Sinnvoll ist eine Sichtprüfung einmal im Jahr: Solange die Oberfläche geschlossen ist, genügt Reinigen und Pflegen. Erst wenn Lasur oder Lack ausdünnen, wird nachgearbeitet – dann ist der Aufwand gering.
Ja, außen schon. Ein Kunststofffenster wird abgewischt, ein Holzfenster will geprüft und irgendwann nachbehandelt werden.
Dafür bekommt man beim Holzfenster etwas zurück: Es lässt sich reparieren, umfärben und über Jahrzehnte erhalten. Wer den Außenanstrich vermeiden will, aber Holz im Raum möchte, nimmt ein Holz-Aluminium-Fenster.
Hölzer mit hoher Rohdichte, weil die Beschlagsteile darin besser halten. Globulus bringt dafür die besten Voraussetzungen mit, auch Eiche und Kiefer in der harten Bemadur-Ausführung sind geeignet. Entscheidend ist aber immer das geprüfte Gesamtbauteil aus Rahmen, Beschlag, Glas und Verankerung – nicht das Holz allein.
Ja, und das ist ein echter Vorteil gegenüber folierten oder beschichteten Materialien. Deckend lackierte Fenster lassen sich neu lackieren, lasierte in dunklere Töne überarbeiten. Der Wechsel von dunkel auf hell ist aufwendiger, weil die alte Schicht abgetragen werden muss.
Nein. Holz leitet Wärme von sich aus schlecht, der Rahmenwert ist bei gleicher Bautiefe mit guten Kunststoffprofilen vergleichbar. Den Unterschied macht nicht das Material, sondern die Bautiefe und der Glasaufbau. Wie die Werte zusammenspielen, steht auf der Seite Wärmedämmung.
In der Regel ja – oft sind sie dort die einzige zulässige Lösung, weil Profilbild, Sprossenteilung und Oberfläche dem Original folgen müssen. Solche Fenster entstehen als Sonderanfertigung nach Aufmaß. Was dabei alles zu klären ist, beschreiben wir unter Sonderanfertigungen.
Ihre Ansprechpartner für Fenster und Türen
Alle drei kommen zum Aufmaß zu Ihnen nach Hause. Wählen Sie den Ansprechpartner, dessen Gebiet Ihrem Wohnort am nächsten liegt.
Stefan Weber
Metallbaumeister, Geschäftsführer, Verkauf und Technik
Köln-Mitte und West, Erftstadt, Kerpen, Bergheim, Hürth, Voreifel
Jörg Kreckel
Tischlermeister, Verkauf und Technik
Köln-Mitte, Nord und West, Leverkusen, Dormagen
Stephan Zingsheim
Verkauf und Technik
Köln-Mitte, Nord und West, Dormagen
Sie wissen nicht, wer zuständig ist? Rufen Sie die Zentrale an: 0221 / 95 64 08-18 (Fenster, Türen, Markisen, Rollläden und Jalousien) – oder nutzen Sie das Anfrageformular.

