Beschattung von Glasdächern
Unterglas-Markisen – Beschattung unter dem Glasdach
Montiert unter der Glasfläche, läuft die Anlage im Trockenen – die einfachste Art, einem bestehenden Glasdach Schatten beizubringen.
Unterglas-Markisen laufen unter der Glasfläche eines Terrassendachs oder Wintergartens und machen aus einem Glasdach einen Platz, der auch mittags nutzbar bleibt.
Ein Glasdach bringt zunächst alles mit, was man sich wünscht: Schutz vor Regen, eine gepflegte Atmosphäre, Licht bis in die Tiefe des Raums. Was fehlt, ist die Möglichkeit, dieses Licht zu dosieren. Genau das übernimmt eine Unterglas-Markise – Sie entscheiden, wann Schatten an die Stelle der Sonne tritt.
Getragen wird die Anlage von sehr stabilen und dennoch platzsparenden Kassetten, die zwischen den Sparren oder an die Traufe montiert werden. Weil sie innen liegt, sieht die Technik nie Regen, Hagel oder Frost. Das macht die Bauform langlebig und wartungsarm, und es erlaubt leichtere Tücher mit gezielter Lichtwirkung – von halbtransparent bis nahezu dicht.
Bei der Bedienung haben Sie die Wahl zwischen Handantrieb, einem Elektromotor mit elektronischer Endabschaltung und einem Funkmotor mit Handsender. Für Anlagen über Kopfhöhe ist der Motor praktisch immer die richtige Wahl; die Kurbel kommt nur noch bei kleinen Flächen in Frage.
Unterglas-Markisen kurz erklärt
- Einbauort
- Eine Unterglas-Markise wird unterhalb der Glasfläche montiert, also im Innenraum von Terrassendach, Wintergarten oder Glashaus.
- Kassetten
- Die Tuchwelle sitzt in stabilen, platzsparenden Kassetten, die zwischen Sparren oder an der Traufe befestigt werden.
- Antriebe
- Lieferbar mit Handantrieb, Elektromotor mit elektronischer Endabschaltung oder Funkmotor mit Handsender.
- Vorteil
- Weil die Anlage wettergeschützt liegt, bleiben Tuch und Technik sauber und müssen seltener gewartet werden.
- Grenze
- Eine Unterglas-Markise beschattet und blendet ab, verhindert aber nicht, dass sich das Glas selbst aufheizt.
- Ergänzung
- In Verbindung mit Lüftungsflügeln oder Dachfenstern kann die gestaute Warmluft zwischen Tuch und Glas entweichen.
Für Südlagen mit starker Mittagssonne empfehlen wir den Vergleich mit einer außen liegenden Beschattung.
Was eine Unterglas-Markise leistet – und was nicht
Innen liegende Beschattung arbeitet an der zweiten Stelle der Kette: Die Sonnenstrahlung trifft zuerst auf das Glas, wird dort teilweise in Wärme umgewandelt, und erst danach fängt das Tuch das sichtbare Licht ab. Für Blendschutz und Lichtstimmung ist das völlig ausreichend – gegen die Aufheizung wirkt es nur begrenzt.
In vielen Situationen reicht das genau. Bei Terrassendächern mit Ost- oder Westausrichtung, bei Dächern mit Sonnenschutzglas und überall dort, wo das Dach durch Bäume oder Nachbargebäude ohnehin verschattet wird, bringt eine Unterglas-Markise den gewünschten Effekt ohne den Aufwand einer Außenbeschattung.
Bei voller Südlage und großen Glasflächen sollten Sie dagegen die Aufglas-Beschattung in Betracht ziehen. Sie setzt vor dem Glas an und hält die Wärme dort, wo sie noch nicht schadet. Oft ist eine Kombination die beste Lösung: außen gegen Hitze, innen gegen Blendung.


Einbau in bestehende Dächer
Eine Unterglas-Markise lässt sich in den meisten Fällen nachrüsten. Voraussetzung ist, dass die Sparren genug Bauhöhe für Kassette und Führungsprofile bieten und dass sich die Stromzuleitung sinnvoll verlegen lässt – meist entlang eines Sparrens bis zur Wand.
Das gilt genauso für Wintergärten. Wer dort beides zusammen plant, bekommt eine Anlage, die sauber in die Konstruktion eingebunden ist – siehe Wintergärten und Ausstattung und Zubehör.
Glasdach nachträglich beschatten
Schicken Sie uns Fotos Ihres Dachs und die Sparrenabstände, oder lassen Sie uns vorbeikommen. Wir prüfen, ob eine Unterglas-Markise passt oder eine Lösung oberhalb des Glases sinnvoller ist.
Häufige Fragen zu Unterglas-Markisen
Die Unterglas-Markise sitzt unter der Glasfläche, die Aufglas-Markise darüber auf der Dachkonstruktion. Daraus folgt alles Weitere: Innen liegt die Technik geschützt und arbeitet leise, hält aber die Wärme nicht vom Glas ab. Außen verhindert die Beschattung die Aufheizung, muss dafür aber wetterfest gebaut sein.
Wer vor allem Blendung und Lichtstimmung regeln will, nimmt innen. Wer gegen Hitze unter einem Südglasdach ankommen muss, nimmt außen.
In den meisten bestehenden Terrassendächern und Wintergärten ja. Nötig sind ausreichende Bauhöhe an den Sparren, ein Befestigungspunkt an der Traufe und eine Möglichkeit, Strom zu verlegen. Wir messen die Felder einzeln auf, weil Sparrenabstände bei älteren Konstruktionen oft ungleichmäßig sind.
Zwischen Tuch und Glas staut sich Warmluft, das ist physikalisch nicht zu vermeiden. Entscheidend ist, ob diese Luft abziehen kann. Mit Dachlüftern, Lüftungsflügeln oder geöffneten Dachfenstern bleibt der Effekt gering; in einem geschlossenen Glaskasten ohne Lüftung dagegen merken Sie ihn deutlich.
Für Unterglas-Anlagen werden leichtere Gewebe verwendet, weil sie keiner Bewitterung ausgesetzt sind. Halbtransparente Tücher lassen diffuses Licht durch und wirken freundlich, dichtere Qualitäten geben besseren Blendschutz. Vergleichen Sie die Muster im Gegenlicht – im Auflicht täuscht der Eindruck.
Rohrmotoren moderner Bauart sind im Innenraum gut hörbar, aber nicht störend; der Lauf dauert je nach Länge einige Sekunden. Bei Anlagen direkt über einem Sitzplatz achten wir auf entkoppelte Lagerung, damit sich die Schwingung nicht über die Sparren fortsetzt.
Weil kein Regen und kein Staub von außen herankommen, selten. Einmal pro Saison das Tuch absaugen oder mit einem trockenen Tuch abstreifen genügt in der Regel. Häufiger wird es nur dort nötig, wo Pflanzen im Wintergarten stehen.
Ihre Ansprechpartner für Markisen
Beratung, Aufmaß und Angebot – wählen Sie den Ansprechpartner, dessen Gebiet Ihrem Wohnort am nächsten liegt.
Stefan Weber
Metallbaumeister, Geschäftsführer, Verkauf und Technik
Köln-Mitte und West, Erftstadt, Kerpen, Bergheim, Hürth, Voreifel
Jörg Kreckel
Tischlermeister, Verkauf und Technik
Köln-Mitte, Nord und West, Leverkusen, Dormagen
Stephan Zingsheim
Verkauf und Technik
Köln-Mitte, Nord und West, Dormagen
Ralf Kranzusch
Geschäftsführer, Verkauf und Technik
Köln und gesamtes Umland in NRW
Jan Elkemann-Reusch
Verkauf und Technik
Köln und gesamtes Umland in NRW
Sie wissen nicht, wer zuständig ist? Rufen Sie die Zentrale an: 0221 / 95 64 08-18 (Fenster, Türen, Markisen, Rollläden und Jalousien) – oder nutzen Sie das Anfrageformular.

