Fenster
Kunststofffenster: das günstigste Verhältnis von Preis und Dämmwert
Mehrkammerprofile von Schüco und Gealan, eine große Auswahl an Flügel- und Rahmenvarianten und Dekore, die weit über Weiß hinausgehen.
Kunststofffenster sind das am häufigsten verbaute Fenster in deutschen Wohnhäusern – und das aus nachvollziehbaren Gründen: Sie dämmen gut, brauchen außen keinen Anstrich und sind bei gleichem Dämmniveau die günstigste Variante.
Pflegeleicht, robust, energieeffizient und vielseitig in der Gestaltung: Gerade bei privaten Bauherren und in der Sanierung ist das die Kombination, auf die es ankommt. Wir arbeiten vor allem mit Profilen von Schüco und Gealan. Die Auswahl an Flügel- und Rahmenvarianten ist groß, ebenso das Spektrum an Farben und Dekoren – von klassischem Weiß über Holzdekore bis zu matten Grautönen.
Technisch lässt sich beim Kunststofffenster fast alles abbilden: erhöhter Einbruchschutz, Wärmeschutzglas, verdeckt liegende Beschläge, Schallschutz oder ein integriertes Lüftungssystem. Wichtig ist nur, dass die Anforderungen vor der Bestellung auf dem Tisch liegen, denn Bautiefe und Profilserie werden danach ausgewählt und lassen sich später nicht mehr ändern.
Die Grenzen des Materials liegen bei sehr großen Flügeln und bei dunklen Oberflächen auf stark besonnten Seiten. Wo das zum Thema wird, sprechen wir über eine Aluminiumschale oder über Aluminiumfenster – und sagen das vor dem Angebot, nicht danach.
Kunststofffenster kurz erklärt
- Profile
- Kuntze verbaut überwiegend Mehrkammer-Profilsysteme von Schüco und Gealan, abgestimmt auf die gewünschte Bautiefe.
- Dämmwert
- Der Rahmenwert steigt mit Kammerzahl und Bautiefe. Mit tiefen Profilen und Dreifachglas sind sehr gute Gesamtwerte erreichbar.
- Farben und Dekore
- Weiß, einfarbig foliert, Holzdekore und matte Oberflächen – außen und innen unterschiedlich ausführbar.
- Ausstattung
- Einbruchhemmende Beschläge, verdeckte Beschläge, Schallschutz- und Sicherheitsglas sowie Fensterfalzlüfter sind kombinierbar.
- Kunststoff-Aluminium
- Eine vorgesetzte Aluminiumschale schützt den äußeren Rahmen dauerhaft vor Witterung und erlaubt zusätzliche Farbvarianten.
- Pflege
- Reinigen mit Wasser und mildem Reiniger genügt; Dichtungen und Beschläge sollten gelegentlich gepflegt und nachgestellt werden.
Wie ein Kunststoffprofil aufgebaut ist
Ein Kunststoffprofil ist kein Vollmaterial, sondern eine Kammerkonstruktion. Jede Luftkammer unterbricht den Wärmefluss, und je mehr Kammern bei größerer Bautiefe hintereinander liegen, desto besser der Rahmenwert. Deshalb ist die Bautiefe die wichtigste Angabe im Angebot – deutlich wichtiger als die Frage, welcher Hersteller auf dem Profil steht.
Weil Kunststoff allein nicht steif genug wäre, sitzt in den Hauptkammern eine Armierung aus Stahl; moderne Systeme arbeiten teils mit verklebten Glasscheiben oder faserverstärkten Stegen, die Stabilität ohne Wärmebrücke bringen. Dazu kommen zwei bis drei Dichtungsebenen zwischen Flügel und Rahmen. Eine Mitteldichtung trennt die kalte Außenzone sauber von der warmen Innenzone – das hilft dem Dämmwert, dem Schallschutz und dem Schutz vor Schlagregen.
- Bautiefe und Kammerzahl bestimmen den Rahmenwert Uf
- Stahlarmierung oder faserverstärkte Stege sichern die Formstabilität
- Mitteldichtung verbessert Wärme-, Schall- und Schlagregenschutz
- Verdeckt liegende Beschläge ergeben eine ruhige Flügelansicht
- Glasfalz und Verklotzung entscheiden darüber, ob der Flügel dauerhaft schließt


Farben, Dekore und die Variante mit Aluminiumschale
Weiß ist nach wie vor die häufigste Wahl, aber längst nicht die einzige. Farben und Holzdekore entstehen durch aufkaschierte Folien, die außen und innen unterschiedlich sein können: anthrazit zur Straße, weiß zum Raum. Das ist gestalterisch praktisch – hat aber eine physikalische Grenze.
Dunkle Oberflächen heizen sich in der Sonne stark auf. Bei großen Flügeln auf Süd- und Westseiten kann das die Profile belasten. Hersteller lösen das über spezielle Folien, stärkere Armierung oder eine vorgesetzte Aluminiumschale. Diese Kunststoff-Aluminiumfenster sind die hochwertigste Ausführung: Die nahezu unverwüstliche Schale schützt den äußeren Rahmen vor Witterung, während innen die bewährte Kammer-Profilkonstruktion mit ihren Wärme- und Schalldämmwerten arbeitet.
Wir sagen beim Aufmaß, welche Kombination aus Format, Farbe und Ausrichtung unproblematisch ist. Wo wir Zweifel haben, bieten wir die Variante mit Aluminiumschale oder einen anderen Werkstoff an – nachzulesen im Materialvergleich auf der Fensterseite.
Häufige Fragen zu Kunststofffenstern
Das Profil selbst ist sehr langlebig; was zuerst nachgibt, sind Dichtungen und Beschläge. Beide lassen sich tauschen, solange das System am Markt ist – ein Grund, bei der Profilserie nicht auf Exoten zu setzen. Wer die Beschläge gelegentlich nachstellen und fetten lässt, verlängert die nutzbare Zeit deutlich.
Moderne Profile sind UV-stabilisiert und vergilben nicht mehr so wie Fenster aus den ersten Kunststoffgenerationen. Eine leichte Veränderung des Weißtons über viele Jahre ist dennoch möglich, vor allem auf stark besonnten Seiten. Regelmäßiges Reinigen hilft mehr als jedes Pflegemittel, weil sich Schmutz sonst in der Oberfläche festsetzt.
Technisch gibt es Systeme dafür, empfehlen würden wir es nur in Ausnahmefällen. Die Haftung auf Kunststoff ist heikel, und bei dunklen Tönen kommt die Wärmeaufnahme hinzu.
Wer die Farbe ändern möchte, fährt mit folierten Profilen von Anfang an besser – oder nimmt ein Holzfenster, das sich jederzeit neu lackieren lässt.
Das hängt von Profilserie, Armierung, Flügelgewicht und Beschlag ab. Große Formate sind möglich, werden aber irgendwann unwirtschaftlich, weil die Verstärkungen aufwendig und die Flügel schwer werden. Bei sehr großen Elementen ist Aluminium die sinnvollere Wahl; für breite Öffnungen zur Terrasse eignen sich Hebe-Schiebe-Anlagen.
Ja, geprüfte einbruchhemmende Elemente gibt es in Kunststoff genauso wie in Holz und Aluminium. Nötig sind dafür Pilzkopfverriegelungen, Sicherheits-Schließstücke, abschließbare Griffe und eine passende Verglasung – geprüft wird immer das vollständige Bauteil samt Verankerung.
Er sorgt für einen kleinen, dauerhaften Luftwechsel durch den Fensterfalz, auch wenn niemand das Fenster öffnet. Nach dem Tausch auf dichte Fenster ist das oft der entscheidende Baustein gegen zu hohe Luftfeuchte und Schimmel an kalten Außenwänden. Bei hohem Winddruck drosseln gute Modelle den Durchlass selbsttätig.
Ihre Ansprechpartner für Fenster und Türen
Alle drei kommen zum Aufmaß zu Ihnen nach Hause. Wählen Sie den Ansprechpartner, dessen Gebiet Ihrem Wohnort am nächsten liegt.
Stefan Weber
Metallbaumeister, Geschäftsführer, Verkauf und Technik
Köln-Mitte und West, Erftstadt, Kerpen, Bergheim, Hürth, Voreifel
Jörg Kreckel
Tischlermeister, Verkauf und Technik
Köln-Mitte, Nord und West, Leverkusen, Dormagen
Stephan Zingsheim
Verkauf und Technik
Köln-Mitte, Nord und West, Dormagen
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