Wohnungsinnen- und Eingangstüren
Glas- und Schiebetüren: mehr Licht, weniger Trennung
Für mehr Licht und loftartige Wohnkonzepte: Türen, die Räume verbinden statt sie zu zerschneiden.
Aus der modernen Architektur und großzügig angelegten Räumen sind Glas- und Schiebetüren nicht mehr wegzudenken. Sie lassen eine Verbindung zwischen Räumen entstehen, statt sie zu trennen.
Dahinter steht ein nüchterner Grund: Innenliegende Flure und Küchen ohne Außenfenster bekommen nur über Glas Tageslicht. Eine Glastür an der richtigen Stelle verändert den Eindruck einer Wohnung mehr als jede Wandfarbe. Und eine Schiebetür spart die Fläche, die ein Drehflügel zum Öffnen braucht – in kleinen Räumen oft entscheidend.
Jede Lösung lässt sich individuell gestalten: satiniertes oder mattiertes Glas, spezielle Schliffe, markante oder dezente Beschläge für auf der Wand montierte Schiebetüren. Die Vielfalt setzt kreativen Ideen kaum Grenzen – wohl aber die Bauphysik, und darüber sprechen wir offen.
Denn Schiebetüren haben einen Preis, der nicht auf dem Angebot steht: Sie dichten nicht. Wo Schallschutz oder Geruchstrennung wichtig ist, etwa zwischen Küche und Schlafbereich, bleibt die gefälzte Drehtür die bessere Wahl. Welche Alternativen es dort gibt, steht unter Auswahl und Ausführung.
Glas- und Schiebetüren – kurz erklärt
- Glasart
- Innentüren aus Glas werden aus Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) gefertigt; es zerfällt im Bruchfall in stumpfe Krümel.
- Optik
- Klarglas, Satinato und mattierte Flächen, dazu Schliffe, Siebdruck und Dekorstreifen für Sichtschutz mit Lichtdurchlass.
- Lauftechnik
- Schiebetüren laufen vor der Wand auf einer sichtbaren Schiene oder in der Wand in einem eingeputzten Laufkasten.
- Flächengewinn
- Eine Schiebetür braucht keine Schwenkfläche – das ist in Bädern, Fluren und kleinen Zimmern der Hauptvorteil.
- Grenzen
- Schiebetüren dichten nicht umlaufend ab; Schall und Gerüche gehen durch den Spalt. Für Ruheräume ist eine Drehtür geeigneter.
- Komfort
- Softstop-Dämpfer bremsen die Tür in den Endlagen, damit sie nicht anschlägt.
Vor der Wand oder in der Wand: zwei Welten
Eine Schiebetür vor der Wand ist die nachrüstbare Lösung. Über der Öffnung wird eine Laufschiene montiert, an der das Türblatt oder die Glasscheibe hängt; daneben braucht es eine freie Wandfläche in Türbreite, auf der die Tür im geöffneten Zustand steht. Die Schiene gehört bewusst zum Erscheinungsbild: Edelstahl, schwarz matt oder verdeckt hinter einer Blende.
Eine Schiebetür in der Wand verschwindet komplett. Dafür muss ein Laufkasten in die Wand eingebaut und eingeputzt werden – im Massivbau heißt das Schlitzen oder Vorsatzschale, im Trockenbau ist es Teil der Ständerkonstruktion. Das Ergebnis ist unauffällig, der Aufwand aber erheblich und im bewohnten Bestand selten verhältnismäßig.
Was wir beim Aufmaß prüfen
- Freie Wandfläche neben der Öffnung – Schalter, Heizkörper und Möbel stören oft
- Tragfähigkeit über der Öffnung für die Laufschiene
- Bodenbelag und Höhenunterschiede im Laufbereich
- Durchgangsmaß im geöffneten Zustand, inklusive Griffmulde
- Ob ein Laufkasten in die Wand überhaupt eingebaut werden kann


Glas aussuchen: Sichtschutz, Sicherheit, Reinigung
Klarglas bringt das meiste Licht und den vollen Durchblick – ideal zwischen Wohnzimmer und Flur, selten passend zum Bad. Satinato ist die universelle Lösung: lichtdurchlässig, aber ohne erkennbare Konturen. Mattierte Teilflächen, Schliffe und Siebdruckmotive erlauben Zwischenstufen, etwa ein klares Band in Augenhöhe bei ansonsten satinierter Scheibe.
Alle Innentüren aus Glas werden aus Einscheiben-Sicherheitsglas gefertigt. Es ist thermisch vorgespannt, hält Stöße besser aus als normales Glas und zerfällt im Bruchfall in kleine, stumpfe Krümel statt in scharfe Scherben. Das ist der Grund, warum Bohrungen und Ausschnitte im Werk eingebracht werden müssen – nach dem Vorspannen lässt sich an der Scheibe nichts mehr ändern.
Ein praktischer Hinweis zur Reinigung: Satinierte Flächen zeigen Fingerabdrücke und Wassertropfen deutlicher als Klarglas. Wo viele Hände im Spiel sind, lohnt ein Griff oder eine Stoßplatte, damit die Fläche sauber bleibt. Große Glasflächen in Außenwänden sind ein anderes Thema – dazu finden Sie Hinweise unter Glaskonstruktionen.
Schiebetür ausprobieren, nicht nur ansehen
Wie leicht eine Schiebetür läuft und wie gut die Dämpfung arbeitet, merkt man erst beim Schieben. In der Ausstellung sind mehrere Systeme montiert, die Sie selbst bewegen können.
Häufige Fragen zu Glas- und Schiebetüren
Deutlich schlechter als bei einer Drehtür, und das liegt an der Konstruktion: Eine Schiebetür läuft an der Wand vorbei, statt in einen Falz zu greifen. Oben, unten und an den Seiten bleiben Spalte, durch die Schall und Gerüche hindurchgehen.
Es gibt Systeme mit Bürstendichtungen und Anschlagprofilen, die die Situation verbessern. Wer Ruhe braucht, etwa zum Schlafzimmer oder Arbeitszimmer, ist mit einer gefälzten Drehtür mit Vollspankern besser beraten.
Vor der Wand laufend fast immer – dafür braucht es nur eine tragfähige Befestigung über der Öffnung und freie Wandfläche daneben. In der Wand laufend ist nachträglich sehr aufwendig, weil ein Laufkasten eingebaut und eingeputzt werden muss. Im bewohnten Bestand empfehlen wir dann eher die Variante vor der Wand, oft mit einer Blende, die die Schiene verdeckt.
Innentüren aus Glas werden aus Einscheiben-Sicherheitsglas gefertigt. Es ist vorgespannt und hält Stöße besser aus als normales Glas; wenn es doch bricht, zerfällt es in stumpfe Krümel und verletzt kaum. Punktuelle Belastung an einer Kante oder Ecke ist dagegen die Schwachstelle – dort reagiert vorgespanntes Glas empfindlich.
Üblich sind die gleichen Standardbreiten wie bei Holztüren, also etwa 70 bis 100 Zentimeter. Größere Scheiben sind machbar, werden aber schnell schwer: Glas wiegt je Quadratmeter bei 8 Millimeter Dicke rund 20 Kilogramm. Ab einer bestimmten Fläche entscheiden Bandzahl, Beschlagtyp und Tragfähigkeit der Zarge über das Machbare.
Häufig ja. Glastürbeschläge greifen in dieselben Bandtaschen wie Holztürbänder, sofern Lage und Maß stimmen. Geprüft werden müssen die Bandzahl – Glas ist schwerer – und das Schließblech, weil Glastürschlösser andere Falle und Dornmaße haben. Das sehen wir uns beim Aufmaß an.
Mit Glasreiniger und einem fusselfreien Tuch, nicht mit Scheuermitteln. Satinierte Flächen sind mikroskopisch aufgeraut und nehmen Fett deshalb leichter an. Es gibt Scheiben mit veredelter, leichter zu reinigender Oberfläche – an Türen in Küche und Kinderzimmer ist das eine sinnvolle Ergänzung.
Ihre Ansprechpartner für Fenster und Türen
Alle drei kommen zum Aufmaß zu Ihnen nach Hause. Wählen Sie den Ansprechpartner, dessen Gebiet Ihrem Wohnort am nächsten liegt.
Stefan Weber
Metallbaumeister, Geschäftsführer, Verkauf und Technik
Köln-Mitte und West, Erftstadt, Kerpen, Bergheim, Hürth, Voreifel
Jörg Kreckel
Tischlermeister, Verkauf und Technik
Köln-Mitte, Nord und West, Leverkusen, Dormagen
Stephan Zingsheim
Verkauf und Technik
Köln-Mitte, Nord und West, Dormagen
Sie wissen nicht, wer zuständig ist? Rufen Sie die Zentrale an: 0221 / 95 64 08-18 (Fenster, Türen, Markisen, Rollläden und Jalousien) – oder nutzen Sie das Anfrageformular.












